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Jusos bei AWO-Fußballturnier erfolgreich
Fabian Pingel, am 30. Okt 2009 um 14:33
Mit 13 Spielern in zwei Teams starteten die Jusos Hochtaunus am vergangenen Sonntag beim 5. Hallenfußball-Turnier der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Bad Homburg. Der jungen Sozialdemokraten stellten damit die zahlreichsten Teilnehmer aller politischer Nachwuchsorganisationen – an den Start gingen auch die Junge Union, die Jungliberalen (Julis) und die Grüne Jugend.
Und auch in sportlicher Hinsicht gab es Erfolge zu verzeichnen: So überstanden beide Juso-Teams die Vorrunde und qualifizierten sich für das Achtelfinale – dort war dann allerdings für beide Schluss. Das Team “Jusos 1″ startete dabei in der gleichen Gruppe wie die Julis und konnte die Gruppenphase auf dem dritten Platz vor der liberalen Konkurrenz abschließen, die damit die vorzeitige Heimreise antreten musste. Einen Erfolg mit Wermutstropfen gab es zudem für die Jusos: Maximilian Rahmer wurde als bester Torwart des Turniers ausgezeichnet, erlitt jedoch bei seinem unermüdlichen Einsatz als Rückhalt des Teams eine Verletzung am Finger.
PS: Kleine Anmerkung zum Foto: Nein, Mehdi Mahdavikia (in weiß) und Sebastian Jung (in schwarz) von der Frankfurter Eintracht haben nicht bei uns im Team mitgespielt
Heißer Kaffee gegen soziale Kälte
Fabian Pingel, am um 14:15
Unter diesem Motto fanden vergangene und diese Woche drei Aktionen der Jusos Hochtaunus gemeinsam mit den Juso-AGen Bad Homburg, Oberursel und Usinger Land sowie den dortigen Ortsvereinen statt. In kleinen Gruppen wurde an den Bahnhöfen in Bad Homburg, Oberursel und Usingen in aller Frühe Kaffee an die Pendler verteilt. Mit Flugzetteln informierten die Jusos über den Hintergrund der Aktion: Wärme spenden gegen die zu erwartende soziale Kälte unter der neuen schwarz-gelben Koalition von Merkel, Westerwelle und Co. Zugleich aber ging es auch darum, außerhalb der “heißen Phase” des Wahlkampfes Präsenz bei den Bürgern zu zeigen. “Immer nur vor Wahlen in Erscheinung zu treten ist der falsche Weg. Wenn wir authentische Politik für die Menschen machen wollen, dann müssen wir durchgehend präsent sein und ein offenes Ohr für die Sorgen der Menschen und die Themen vor Ort haben”, erklärt Juso-Sprecherin Rebecca Schmidt den Hintergrund der Aktion. “Wir durften und an den Wahlkampfständen regelmäßig von Passanten anhören: ‘Das ganze Jahr sieht man euch nicht und ein paar Wochen vor der Wahl kommt ihr aus euren Löchern gekrochen’”, berichtet Florian Müller, neu gewählter Sprecher der Jusos Usinger Land. Keine Frage für ihn, dass auch er sich der morgentlichen Kälte zum Trotz am vergangenen Freitag vor dem Usinger Bahnhof die Kaffeeverteilaktion mitorganisierte.
Soziale Verantwortung sollte bei der Aktion schon durch die Wahl des Kaffees gezeigt wrden: Verwendet wurde ausschließlich fair gehandelter Kaffee, der mit dem “Fairtrade”-Siegel ausgezeichnet ist
“Schwarz-Gelb” kritisch begleiten
Fabian Pingel, am 23. Okt 2009 um 12:17
Was bisher über die Koalitionsverhandlungen zwischen CDU, CSU und FDP an die Presse gedrungen ist, ergibt bereits ein deutliches Bild: Der Ausstieg aus der Atomemergie ist Vergangenheit; die Koalition setzt unter dem euphemistischen Stichwort der “Übergangstechnologie” klar auf Kernkraft. Erneuerbare Energien sollen aber natürlich – man will die Bevölkerung ja nicht unnötig aufbringen – irgendwann in Zukunft einmal die Versorgung übernehmen. Selbst der Neubau von Kernkraftwerken scheint nicht ausgeschlossen, um den “Übergang” zu erleichtern.
In der Sozialpolitik zeigt sich das erwartete Bild: “Pauschale” scheint hier das Heilsbringende Wort. Alle zahlen – ganz fair und liberal – das Gleiche. Von der Idee, dass jeder den gleichen Anteil (zB seines Einkommens) zum Sozialsystem beiträgt, scheint sich die Koalition vollständig verabschieden zu wollen. Da heißt vor allem eines: Die Reichen werden entlastet, die Einnahmedefizite werden – das ist die logische Folge – von allen in gleichem Maße getragen. “Umverteilung von oben nach unten” nennt man so etwas. Schon jetzt ist zudem bekannt, dass der Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung “eingefroren” werden soll. Das heißt auf Deutsch: Beitragserhöhungen hat der Versicherte künftig alleine zu tragen. Bye Bye, solidarische Teilung der Beiträge zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern.
Die Jusos Hochtaunus werden an dieser Stelle den voraussichtlich am Montag fertiggestellten Koalitionsvertrag kritisch begutachten und die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die nächsten vier Jahre aufzeigen.









