Jusos Hochtaunus

Neuer Vorstand und mehr Basisdemokratie bei den Jusos Hochtaunus

, am 14. Jul 2009 um 12:00

Neues  Führungsmodell soll Mitglieder stärken – Bundestagskandidaten stellten sich vor
STEINBACH. Die Jusos Hochtaunus haben einen neuen Vorstand. Mit überwältigender Mehrheit und ohne Gegenkandidaturen wurden die Vorstandsmitglieder auf der Jahreshauptversammlung im Steinbacher Bürgerhaus in ihre Ämter gewählt. Ein zentrales Thema der Versammlung waren die vom Bundestag beschlossenen Internetsperren. Für angeregte Diskussionen sorgten darüber hinaus Anträge zur eigenen Namensgebung sowie einer möglichen Wahlrechtsänderung. Die beiden Bundestagskandidaten für den Hochtaunuskreis Nicole Ritter und Dr. Hans-Joachim Schabedoth schworen den sozialdemokratischen Nachwuchs auf den bevorstehenden Bundestagswahlkampf ein.
Die Wahlen zum Vorstand zeichneten sich durch eine Mischung aus Kontinuität und Wandel aus: Die beiden Sprecher Jacob Donath aus Bad Homburg und Rebecca Schmidt aus Oberursel sowie die Kassiererin Judith Pingel aus der Juso-Arbeitsgemeinschaft Usinger Land wurden in ihren Ämtern bestätigt. Neu hinzu kamen Fabian Pingel (AG Usinger Land) als Medienreferent und Holger Hertel (AG Hochtaunus-Süd) als Schriftführer. Die bisherigen Beisitzerposten entfallen künftig. Stattdessen sollen den Mitgliedern mehr Mitsprachemöglichkeiten gegeben werden: An Stelle der Vorstandssitzungen treten künftig monatlich stattfindende Mitgliederversammlungen, auf denen jedes Mitglied volles Stimm- und Rederecht hat. „In der Vergangenheit war es gerade für Neumitglieder oftmals frustrierend beim Vorstandssitzungen mitzureden, aber dann nicht an der Entscheidung beteiligt zu sein“, erklärt Schmidt die Entscheidung zu Gunsten des neuen Modells.
Zu einem zentralen und kontrovers diskutierten Thema der Veranstaltung entwickelte sich das so genannte „Zugangserschwerungsgesetz“, das den Zugriff auf kinderpornografische Internetseiten verhindern soll. Bundestagskandidat Schabedoth positionierte sich hierbei eindeutig gegen das Gesetz. Anfangs habe auch er das Vorhaben für sinnvoll gehalten, sich jedoch später darüber aufklären lassen, dass die Sperren zum einen leicht zu umgehen seien und zudem eine effektive Verfolgung der Anbieter und damit die Löschung der Seiten ohnehin möglich seien. Der Juso-Bezirksvorsitzende Hessen Süd Behnam Yazdani berichtete in seinem Grußwort zu Beginn der Sitzung von den Aktivitäten des Bezirks für die Bundestagswahl und darüber hinaus.
Daneben stand die Beratung mehrerer Anträge auf der Tagesordnung. So wurde die verstärkte Zusammenarbeit mit den anderen Jugendorganisationen der demokratischen Parteien ebenso beschlossen wie die Forderung nach einem expliziten „Enthaltung“-Feld auf allen Wahlzetteln. Daneben sprach sich die Versammlung für einen „strömungsfreien“ Juso-Bezirk ohne internes Kräftemessen und für die Beibehaltung des Namenszusatzes „Junge Sozialdemokraten“ aus.


Der Geschäftsführende Vorstand der Jusos Hochtaunus (von links): Holger Hertel (Schriftführer, AG Hochtaunus Süd), Jacob Donath (Sprecher, AG Bad Homburg), Rebecca Schmidt (Sprecherin, AG Oberursel), Judith Pingel (Kassiererin, AG Usingern Land), Fabian Pingel (Medienreferent, AG Usinger Land)

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