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Juso – Konzert wieder ein voller ErfolgAllgemein
, am 17. Aug 2006 um 12:00
Oberursel. Ein
Südstaatenjunge brachte am Dienstagabend Schwung in den Orscheler
Sommer. Robert Cotton und seine Band begeisterten ihr Publikum im
Zentrum Oberursels mit einer Mischung aus Blues, Classic Rock und
schwungvollem Soul. Gitarrist
Cotton, Keyboarder Wolf Dobberthin, Bassist Thomas White und
Schlagzeuger Thomas Froemminger eröffneten ihr Konzert mit dem
Bluesstück „Red House“ von Jimi Hendrix, das bei den Zuschauern sofort
ankam. Mit ihrer Spielfreude und Songs wie „Midnight Hour“, „Voodoo Child“ und „Cocaine“ zogen die vier Musiker über zwei Stunden hinweg die mitwippenden Fans in ihren Bann.
„Das Publikum war mit uns, deshalb war die Atmosphäre toll“, zeigte sich Cotton, in Arizona geboren, begeistert. „Ich
kenne und mag Oberursel, die Altstadt, die Musikgeschäfte“, sagte der
Bluesgitarrist, der in Glashütten lebt. „Und ich habe sieben Jahre bei
Rolls-Royce gearbeitet.“
Das Konzert der „Robert Cotton Band“ war
die dritte musikalische Abendveranstaltung des Orscheler Sommers 2006
und bislang auch die gefragteste. Etwa 250 Zuschauer fanden sich zum
Beginn um 20 Uhr auf dem Rathausplatz ein. Im Gegensatz zu den
bisherigen Konzerten wurde es nicht vom Jugendring, sondern von den
Oberurseler Jusos organisiert.
„Die Leute sollen sehen, dass wir aktiv und ansprechbar sind, dass wir nicht nur Politik im stillen Kämmerchen machen“, sagte Vorstandsmitglied Lars Kieneck, der für die SPD zudem im Stadtparlament sitzt.
Politische Themen blieben beim Konzertabend aber außen vor – nur per
Handzettel informierten die Jusos übers Schwimmbadprojekt. Ob
Lars Kienek und seine Mitstreiter ihr Ziel – das Interesse junger
Menschen für Politik zu wecken – erreichten, blieb fraglich, denn der
Altersdurchschnitt der Zuschauer lag klar über 40 Jahren.
Die Musik kam gut an beim Publikum.
Enttäuschung gab es nur darüber, dass der Abend schon gegen 22.30 Uhr
zu Ende war. „Mehr Courage, weniger Spießigkeit!“, forderte Anja Hütjens ,
eine junge Zuschauerin, lachend. Und Jochen Franke, ein bekennender
Blues-Fan, klagte: „In anderen Städten wird doch auch nicht vor 23 Uhr
alles abgewürgt. Die Stadt soll doch mal ein bisschen feiern.“






