Gemeinsam Demokratie stärken!
, am 01. Jun 2005 um 12:00
Mit Entsetzen haben die politischen Jugendorganisationen des Hochtaunuskreises die jüngsten rechtsradikalen Entwicklungen in Königstein verfolgt.
In der letzten Woche wurden in Königstein an verschiedenen Schulen Flugblätter mit rechtsradikalen Inhalten verteilt und in der Nacht vom achten auf den neunten Mai wurde auf der Königsteiner Burg eine Reichskriegsflagge gehisst und die Burg mit einer Übungshandgranate verschlossen.
Juliane Lein, Vorsitzende der Jungen Union Königstein und Schülerin der St. Angela-Schule, äußerte sich als direkt Betroffene: “Es entsetzt mich, dass trotz der schrecklichen Ereignisse in der Vergangenheit Menschen nach wie vor rechte Propaganda befürworten und veröffentlichen.”
“Der Brandanschlag gegen die Moschee in Usingen vor einigen Monaten hat uns damals schon gezeigt, dass wir auch im Hochtaunuskreis nicht vor rechtsradikalen Organisationen gefeit sind.”, so Till Karsten, Sprecher der JuSos Hochtaunus.
Die Vorsitzende der Jungen Liberalen Hochtaunus, Mona Model, sieht hier die Notwendigkeit der Zusammenarbeit aller politischen Jugendorganisationen: “Wir müssen den Jugendlichen deutlich machen, dass es auch demokratische Alternativen zu solchen rechten Tieffliegern gibt und dass jeder Einzelne etwas bewegen kann.”
Lieber sähen sie einen Jugendlichen bei der “demokratischen Konkurrenz” eintreten als Anhänger einer rechtsextremen Gruppierung zu werden, darin sind sich alle einig.
Obwohl es sich hier um eine Mindermeinung handelt, sind die Entwicklungen trotzdem ernst zu nehmen und erfordern ein geschlossenes Vorgehen aller demokratischen Parteien und politischen Jugendorganisationen.






