“Tote Abgeordnete sind offenbar mehr wert, als normalsterblich Versicherte”
, am 01. Sep 2003 um 12:00
Empört zeigt sich der Stellvertretende Juso-Bundesvorsitzende Tim Schmuch über
die in großem Koalitionsgemauschel vereinbarte “Gesundheitsreform”. “Dieser
Reform kann nicht zugestimmt werden. Während an die Angehörigen verstorbener
Abgeordnete weiterhin ordentlich Sterbegeld geschottert wird, ist für die
Hinterbliebenen für Normalsterbliche die Streichung des Sterbegeldes im Rahmen
der Gesetzlichen Krankenversicherung vorgesehen,” so Tim Schmuch. Es kann und
darf doch wohl nicht sein, dass die Abgeordneten des Deutschen Bundestages dem
überwiegenden Teil der Bevölkerung Leistungen streichen, ohne sich zu
beteiligen. Und wenn dann noch mit einbezogen wird, um welch ein vielfaches die
Summe ausfällt, die Abgeordnete ihren “Hinterbliebenen” zubilligen, dann ist
das nur noch eine, im wahrsten Sinne des Wortes, unverschämte Abzocke. Schmuch
fordert daher die Bundestagsabgeordneten, insbesondere die der SPD – einer
Partei, die immer noch die “Soziale Gerechtigkeit” auf ihre Fahnen!
geschrieben hat – auf, der Gesundheitsreform nicht zuzustimmen, bevor sie bei
sich mit dem gleichen Maßstab Einsparungen beschlossen haben. “Die Abgeordneten
müssen vorleben, was sie von anderen verlangen. Diese verlotterten Sitten,
wonach Abzocke noch als clever geadelt wird, wird auf Dauer keine Perspektive
haben. Solche Abgeordneten im übrigen auch nicht!” so Schmuch.






