Initiative schueler-ticket.de fordert jugendgerechtes Preismodell beim RMV
Seit dem Wochenende fordern Organisationen und Einzelpersonen im Internet auf www.schueler-ticket.de gemeinsam eine preiswertere Schülerkarte für öffentliche Verkehrsmittel im Rhein-Main-Gebiet. Angestrebt wird ein „Schüler-Ticket“ ähnlich dem Semesterticket für Studenten. Dieser Fahrschein ermöglicht nicht nur den Weg zur Bildungsstätte, sondern auch in der Freizeit die Nutzung sämtlicher RMV-Strecken.
Schüler zahlen derzeit nach Vollendung des fünfzehnten Lebensjahres den vollen Preis auf alle RMV-Fahrkarten. Während die meisten Schulen für Schüler bis zur zehnten Klasse noch teilweise oder vollständig eine Fahrkostenrückerstattung anbieten, müssen spätestens Oberstufenschüler Tag für Tag den vollen Preis zahlen.
Zwar kommen oft – scheinbar selbstverständlich – die Eltern für die Fahrtkosten ihrer Kinder auf. Diese Tatsache zeigt wieder einmal, dass auch bei dieser essentiellen Frage, nämlich wie man überhaupt erst zur Schule kommt, der Bildungserfolg vom sozialökonomischen Hintergrund der Eltern abhängig ist.
Des Weiteren muss es jungen Menschen in unserer Gesellschaft möglich sein, ihre Umwelt zu erkunden und ihren geistigen Horizont zu erweitern. Mobilität ist ein wichtiger Faktor des menschlichen Daseins und muss für jeden gewährleistet sein. Nur wer sich frei bewegen kann, ist auch frei.
Zudem würde ein Schüler-Ticket das ökologische Bewusstsein der Jugendlichen und deren Beziehung zum öffentlichen Personennahverkehr nachhaltig stärken, so dass sicher auch viele ehemalige Schülerinnen und Schüler den OPNV weiter nutzen werden.
Ins Leben gerufen wurde die Initiative schueler-ticket.de von den Jungsozialisten (Jusos) im Hochtaunuskreis. „Wir haben gesehen, dass sich schon mehrere Organisationen für eine Schülervergünstigung beim RMV einsetzen.“, so Juso-Sprecher Daniel Reckling. „Durch unser Internetangebot hoffen wir nun, all diese Strömungen bündeln zu können. Gemeinsam bestehen die größten Chancen gehört zu werden und etwas für alle Schüler in der Region zu erreichen.“
Der Aufruf kann unter www.schueler-ticket.de unterzeichnet werden.






