Statement 09 erschienen
Fabian Pingel, am 17. Feb 2010 um 00:32
Das aktuelle Statement ist ab sofort (wieder) als PDF (ca. 5MB) verfügbar.
Schulen im Hochtaunuskreis: Glänzende Fassade und nichts dahinter?
Fabian Pingel, am 03. Feb 2010 um 09:00
Wettbewerb: Jusos suchen die ältesten Schulbücher
HOCHTAUNUS. „Die beiden Supermächte USA und Sowjetunion stehen sich im Ost-West-Konflikt gegenüber“ – auch fast 20 Jahre nach Ende des Kalten Krieges lesen Schüler im Hochtaunuskreis solche längst überholten Fakten in ihren Schulbüchern. Erdkundebücher informieren die Schüler zeitgleich über Länder wie die DDR oder die Tschechoslowakei. Um das Problem mangelhafter Lehrmittelausstattung an zahlreichen Schulen im Hochtaunuskreis illustrativ aufzuzeigen, richten die Jusos Hochtaunus einen Wettbewerb zur Suche des ältesten Schulbuchs in den Fächern Erdkunde, Geschichte, „Politik und Wirtschaft“ und Sozialkunde aus. Alle Schüler sind dazu aufgerufen, Fotos ihrer Schulbücher mit Nennung des Erscheinungsdatums per Email, Online-Formular, Twitter oder MMS einzusenden. Zu gewinnen gibt es einen iPod Shuffle. Mit dem unterhaltsamen Wettbewerb wollen die Jusos/Junge Sozialdemokraten auf ein ernstes Thema hinweisen: Während jedes Jahr vom Hochtaunuskreis Millionen Euro in den Bau neuer Schulgebäude mit glänzenden Fassaden gesteckt werden, sieht es bei der sonstigen Ausstattung der Schulen oft mager aus. „Es ist völlig unverständlich, dass Schulen mit teuren Parkettböden ausgestattet werden, während die Schüler Politik und Geographie lernen sollen mit Büchern aus den Achtzigern“, erklärt Juso-Sprecherin Rebecca Schmidt den Hintergrund der Aktion. „Wenn ein neues Schulgebäude eröffnet wird, propagieren Landrat und Ministerpräsident das ‚Bildungsland Hessen‘ und gleichzeitig wird an Lehrern und Lehrmaterialien gespart“, kritisiert die 23-jährige. Teilweise werden nicht nur veraltete, sondern in einer Klasse sogar Bücher mit verschiedenen Aktualitätsgraden verwendet – einmal mit einem und einmal mit zwei deutschen Staaten. Leidtragende sind neben den Schülern auch die Lehrer: Denn statt sich voll auf die inhaltliche Gestaltung ihres Unterrichts zu konzentrieren, müssen Sie bei der Auswahl der Hausaufgaben auch noch bedenken, welche Bücher die unterschiedlichen Schüler haben oder für aktuelle Themen ihre eigenen Lehrmaterialien erstellen. Und nicht nur die Aktualität, auch der zahlenmäßige Bestand an Büchern ist vielerorts mangelhaft. „Ich kenne Schüler der 13. Klasse, die dieses Jahr im Frühjahr ihre Schulbücher an die nachfolgenden Zwölftklässler abgeben müssen und sie nicht zum Abi-Lernen zur Verfügung haben, weil zu wenige vorhanden sind“, weiß Jacob Donath, ebenfalls Sprecher der Jusos im Hochtaunuskreis, zu berichten. Ein solcher Zustand ist für den Nachwuchspolitiker untragbar und ein Zeichen für „Politik fern ab der Lebensrealität“. Entsprechend wollen die Jusos das Thema Schulbau und -ausstattung in Zukunft besonders intensiv verfolgen und mit dem Foto-Wettbewerb einen ersten Schritt gehen. Die Siegerbilder werde man persönlich an Landrat Ulrich Krebs übergeben. Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 28. Februar 2010. Zugelassen sind alle Bücher aus den Fächern Erdkunde, Geschichte, Politik und Wirtschaft und Sozialkunde. Fotos ihrer Schulbücher können Schüler mit Angabe ihres Namens, ihrer Schule und einer kurzen Beschreibung des Fundstücks auf vier wegen an die Jusos senden: per Email an wettbewerb@juso-network.de, vom Handy per MMS an mms@juso-network.de oder über Twitter als „Twitpic“ an „@JusosHochtaunus“ .
Jusos besuchen Nachtschichten
Fabian Pingel, am 07. Jan 2010 um 21:12
Am Heiligabend besuchten die Jusos Hochtaunus Nachtschichtler und brachten ihnen selbstgebackenen Kuchen, Kekse und Muffins, dazu gabs Kaffee und Weihnachtstee. Besucht wurden unter anderem das Krankenhaus, die Feuerwehr, der DRK, die Taxifahrer, diverse Polizeistationen und Tankstellen. „Wir wollten uns bei den in der Weihnachtsschicht arbeitenden Leuten bedanken, die auf einen geruhsamen Heilig Abend im Kreise ihrer Familie verzichteten, um dem Wohle der Allgemeinheit zu dienen“, so Juso Sprecher Jacob Donath.
Weiter boten sich den Jusos durch viele interessante Gespräche ein kleiner Einblick in die Arbeit der Nachtschichtler.
Begleitet wurden die Jusos unter anderem von der stellvertretenden Vorsitzenden der SPD Hochtaunus Dzenet Stojkovic, die von der Aktion begeistert war: „Es ist nicht selbstverständlich, dass die jungen Leute ihren Heiligabend opfern, um anderen, die keine Wahl hatten, ob sie den Weihnachtsabend zu Hause verbringen wollen oder nicht, eine kleine Freude zu machen!“
Statement 08 erschienen
Fabian Pingel, am 18. Nov 2009 um 23:32
Ab sofort könnt ihr druckfrisch ganz frisch die achte Ausgabe des Statement, der Online-Zeitschrift der Jusos Hochtaunus lesen. Titelthema ist die bevorstehende Klausurtagung des Juso-Unterbezirks. Daneben finden sich unter anderem Berichte von der etwas anderen Mitgliederversammlung des SPD-Unterbezirks, von der erfolgreichen Teilnahme der Jusos am Fußballturnier der AWO in Bad Homburg, dem Besuch einer Anti-Nazi-Demo in Friedberg und unter dem Motto “Wahlkampf dauert nicht nur sechs Wochen” von Juso-Aktionen gezielt außeralb der heißen Wahlkampfphasen.
Hier könnt ihr das Statement als PDF lesen (ca. 7 MB)
Die neue Juso-Karte: Wo gibt es eigentlich Jusos?
Fabian Pingel, am 12. Nov 2009 um 23:43
Will man politisch aktiv sein und etwas erreichen, muss man vor allem eines sein: sichtbar. Wir haben viele Mitglieder, die wiederum sehr viele Menschen kennen, denen politisch etwas auf dem Herzen liegt, die ein bestimmtes politisches Anliegen haben etc. – und die gar nicht wissen, dass sie jemanden in ihrem Bekanntenkreis haben, der für den sozialdemokratischen Nachwuchs aktiv ist. Und es gibt zahlreiche politisch interessierte Junge Leute, die gar nicht wissen, wo “diese Jusos” eigentlich sind.
Um dem entgegenzuwirken gibt es ab sofort auf der Webseite der Jusos Hochtaunus eine Landkarte, in der die aktiven Jusos verortet sind: die Juso-Karte. Durch kleine Juso-Rosen sind die Aktiven auf der Karte vermerkt, ein Klick auf die Rose öffnet ein Fenster mit Kurzinfos, ein weiterer Klick auf den Namen oder das Foto führt direkt zu der Profilseite des entsprechenden Jusos.
Freilich befindet sich die Karte aktuell noch im Aufbau, so dass bei weitem noch nicht alle Aktiven dort eingetragen sind. Wir bemühen uns aber, die Karte nach und nach zu vervollständigen. Dabei ist völlig klar. Es erscheint nur auf der Karte, wer das auch möchte: Die Eintragung auf der Karte ist selbstverständlich freiwillig.
Anregungen, Fragen, Lob oder Kritik bitte an presse@jusos-hochtaunus.de .
Politik auf Kosten der Zukunft
Fabian Pingel, am 03. Nov 2009 um 21:30
“Mit Mut zur Zukunft – Für unser Land” mit diesen reichlich pathetischen Worten beginnt die Präambel des Koalitionsvertrages zwischen CDU, CSU und FDP. Zum Leidwesen unseres Landes halten die folgenden rund 41.300 Worte nicht annähernd das, was die ersten sieben versprechen. Weder Mut noch Verantwortung für die Zukunft sprechen aus dem Vertrag, der die Politik der Bundesrepublik in den nächsten vier Jahren bestimmen soll. Im Gegenteil scheint die schwarz-gelbe Koalition Politik für die Zukunft mit Politik auf Kosten der Zukunft zu verwechseln. Trotz Wirtschaftskrise und sinkende Steuereinnahmen wurden Steuersenkungen auf Pump versprochen. Die Wähler sollen mit kurzfristigen Geschenken bei Laune gehalten werden – die Zeche sollen künftige Generationen zahlen.
So bezieht sogar die Frankfurter Allgemeine Zeitung, die gemeinhin unverdächtig ist, der Sozialdemokratie übermäßig verbunden zu sein, zu dem Schluss:
“Der „Mut zur Zukunft“, den der erste Satz der Präambel beschwört, ist, wie der ganze Koalitionsvertrag, ein gemäßigter. Außerordentlich große Bereitschaft zum Wagnis zeigt diese Koalition nur bei einem: dem Schuldenmachen. Vollständig hätte die Überschrift über dem Vertragswerk daher lauten müssen: Wachstum – Bildung – Zusammenhalt – Schulden.” (faz.net, 26.10.2009)
Die Süddeutsche Zeitung – im übrigen einer allzu linken politischen Richtung in gleicher Weise unverdächtig – kommentierte den Koalitionsvertrag unter dem Titel “Angelas Himmelfahrtskommando” und identifizierte an anderer Stelle sogleich den Nutznießer der angekündigten Reformen: Wohlhabende Familien.
“Sind Sie Besserverdiener, privat oder freiwillig gesetzlich krankenversichert, haben Kinder, produzieren kaum Müll und erledigen Ihren Schriftverkehr per E-Mail? Dann haben Sie allen Grund, heute Abend eine Flasche Sekt aufzumachen, denn Sie gehören zu den Menschen, die vom kommenden Jahr an tatsächlich “mehr Netto vom Brutto” haben werden – ganz so, wie es die künftige Regierungskoalition aus Union und FDP im Wahlkampf versprochen hatte.
Allerdings: Mit der Feierlaune könnte es rasch vorbei sein, denn in den Folgejahren wird ein großer Teil der Steuernachlässe von höheren Sozialversicherungskosten wieder aufgefressen werden.
Noch ärmer dran sind kinderlose, weniger gut verdienende Briefeschreiber, die viel Müll produzieren: Sie müssen sich mittelfristig auf höhere Belastungen einstellen – unter anderem deshalb, weil Schwarz-Gelb die Umsatzsteuerprivilegien öffentlicher Firmen und der Post abschaffen will. Damit könnten die Müllgebühren und das Briefporto steigen.” (sueddeutsche.de, 25.10.2009)
Und auch an anderer Stelle ist deutlich eine Politik auf Kosten der Kleinen und zum Vorteil der Besserverdienenden zu erkennen. Die Progression der Einkommenssteuer soll nicht mehr linear, sondern lediglich anhand einiger Stufen verlaufen, der Arbeitgeberanteil an der gesetzlichen Krankenversicherung soll “eingefroren” werden. Im Klartext: Künftige Beitragserhöhungen werden nicht mehr wie bisher zu gleichen Teilen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern getragen, sondern alleine von den Arbeitnehmern. So versteht sich also die neue “Koalition der Mitte” (ja, das steht wirklich wörtlich so am Ende der Präambel).
Große Kompetenz muss man der neuen Koalition hingegen neidlos in einem Bereich zugestehen: im Verschieben und Aufschieben. Zahlreiche Vorhaben wurden in die Zukunft vertagt: die Erhöhung des Kinderfreibetrags etwa. Eine umfassende Steuerreform werde es darüber hinaus entgegen ersten Plänen während der gesamten Legislaturperiode nicht geben.
Dass zudem der “Ausstieg aus dem Ausstieg” aus der Kernenergie unter schwarz-gelb entgegen der Meinung der Mehrheit der Bevölkerung besiegelt sein würde, stand ja bereits vor der Wahl fest.
Es gibt also viel zu tun in der Opposition 2009-2013…
Links:
Der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und FDP (PDF)
Jusos bei AWO-Fußballturnier erfolgreich
Fabian Pingel, am 30. Okt 2009 um 14:33
Mit 13 Spielern in zwei Teams starteten die Jusos Hochtaunus am vergangenen Sonntag beim 5. Hallenfußball-Turnier der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Bad Homburg. Der jungen Sozialdemokraten stellten damit die zahlreichsten Teilnehmer aller politischer Nachwuchsorganisationen – an den Start gingen auch die Junge Union, die Jungliberalen (Julis) und die Grüne Jugend.
Und auch in sportlicher Hinsicht gab es Erfolge zu verzeichnen: So überstanden beide Juso-Teams die Vorrunde und qualifizierten sich für das Achtelfinale – dort war dann allerdings für beide Schluss. Das Team “Jusos 1″ startete dabei in der gleichen Gruppe wie die Julis und konnte die Gruppenphase auf dem dritten Platz vor der liberalen Konkurrenz abschließen, die damit die vorzeitige Heimreise antreten musste. Einen Erfolg mit Wermutstropfen gab es zudem für die Jusos: Maximilian Rahmer wurde als bester Torwart des Turniers ausgezeichnet, erlitt jedoch bei seinem unermüdlichen Einsatz als Rückhalt des Teams eine Verletzung am Finger.
PS: Kleine Anmerkung zum Foto: Nein, Mehdi Mahdavikia (in weiß) und Sebastian Jung (in schwarz) von der Frankfurter Eintracht haben nicht bei uns im Team mitgespielt
Heißer Kaffee gegen soziale Kälte
Fabian Pingel, am um 14:15
Unter diesem Motto fanden vergangene und diese Woche drei Aktionen der Jusos Hochtaunus gemeinsam mit den Juso-AGen Bad Homburg, Oberursel und Usinger Land sowie den dortigen Ortsvereinen statt. In kleinen Gruppen wurde an den Bahnhöfen in Bad Homburg, Oberursel und Usingen in aller Frühe Kaffee an die Pendler verteilt. Mit Flugzetteln informierten die Jusos über den Hintergrund der Aktion: Wärme spenden gegen die zu erwartende soziale Kälte unter der neuen schwarz-gelben Koalition von Merkel, Westerwelle und Co. Zugleich aber ging es auch darum, außerhalb der “heißen Phase” des Wahlkampfes Präsenz bei den Bürgern zu zeigen. “Immer nur vor Wahlen in Erscheinung zu treten ist der falsche Weg. Wenn wir authentische Politik für die Menschen machen wollen, dann müssen wir durchgehend präsent sein und ein offenes Ohr für die Sorgen der Menschen und die Themen vor Ort haben”, erklärt Juso-Sprecherin Rebecca Schmidt den Hintergrund der Aktion. “Wir durften und an den Wahlkampfständen regelmäßig von Passanten anhören: ‘Das ganze Jahr sieht man euch nicht und ein paar Wochen vor der Wahl kommt ihr aus euren Löchern gekrochen’”, berichtet Florian Müller, neu gewählter Sprecher der Jusos Usinger Land. Keine Frage für ihn, dass auch er sich der morgentlichen Kälte zum Trotz am vergangenen Freitag vor dem Usinger Bahnhof die Kaffeeverteilaktion mitorganisierte.
Soziale Verantwortung sollte bei der Aktion schon durch die Wahl des Kaffees gezeigt wrden: Verwendet wurde ausschließlich fair gehandelter Kaffee, der mit dem “Fairtrade”-Siegel ausgezeichnet ist










